Spagetti mit Aussicht

Dieses Wochenende bin ich zum ersten Mal von La Caille aus „verreist“. Brice, ein Student, der für ein paar Monate auf La Mhotte lebt, und dort vor zwei Jahren auch Frewilliger war, hat drei kleine einsame Berghäuser in den hohen Cevennen Südfrankreichs wovon wir Freiwilligen eines am Wochenende bewohnen durften.

Dort in der Nähe, in Florac fand nämlich das Fête de la Soupe statt (ja es ist wirklich ein Suppenfestival :D). Die Fahrt in dem ausgeliehenen 9-Sitzerbus war geprägt von wirklich krassen Kurven und Steilhängen, den Norddeutschen unter uns war klischeehafter Weise schlecht. Weil wir durch die Nacht gefahren sind, war es umso komischer plötzlich in einem Dorf aus ungefähr 7 Häusern in den einsamen steilen Cevennen am nächsten Morgen aufzuwachen, wo der Herbst schon viel fortgeschrittener ist, als bei uns.


Auch, weil das Häuschen wie ein Museum war (alte Landwirtschaftsgeräte und Ahnenbilder an der Wand, einen Schrank den wir irgendwann als alten Kühlschrank identifizieren konnten, einen mittelalterlichen Herd, und uralte Möbel) und komplett durchhörbare Wände und eine knartschende Treppe hatte. Vor Allem aber war das Haus für 4 statt 9 Leute ausgelegt und später mit Brices Kumpels wurden wir sogar 13 Leute die sich in zwei Doppelbetten und die meisten ohne Isomatte auf den Fußboden quetschen mussten, aber so ist der Festivallifestyle ^^. Gegessen haben wir auch immer alle zusammem aus einem großen Topf:

Unser „Ferienhaus“

Wir haben ein familiäres Dorffest erwartet, erlebten aber ein von sehr vielen unterschiedlichen Menschen unterschiedlicher Altersgruppen besuchtes großes Konzertfestival. Für uns hat das gar nicht so viel Suppe aber dafür barfußtanzende Feuerspieler (denen sich Laura natürlich schnell angeschlossen hat), gute Musik mit Volkstanz und eine Gruppe alternativer Persönlichkeiten mit ihren Drums bedeutet, die alle zum Tanzen motivieren konnten.

Wir haben natürlich auch die schöne Umgebung ausgenutzt und haben 600 Höhenmeter zurückgelegt um auf den höchsten Berg in der Nähe zu wandern. Auf dem Weg haben wir zwei stockdustere Tropfsteinhöhlen mit tiefen Tunnelgängen erkundet und später oben zwei große Dosen Spagetti bei wunderschönem Blick verputzt.




Später haben wir noch im Wald (nur Maronenbäume in allen Farben an einem rauschenden Fluss!) Maronen gesammelt und den Herbst genossen.

Maronenwald

Es ist schön mal ein Wochenende Abstand vom Arbeits- und Wohnort zu nehmen, weil das ja für mich ein und der selbe Ort ist, auch wenn ich mich immer mehr dort einlebe. Ich bin sehr froh über unsere Ecovoluntairegruppe und es ist immer spannend von den anderen Einsatzstellen zu hören.

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