Alles ausprobieren

Von den tausenden spannenden Möglichkeiten, die sich uns hier bieten, haben wir die letzten zwei Wochen wenigstens ein bisschen was ausprobiert.

Ich war zum Beispiel mit Siiri und Pia beim „dance traditionelle“ in Saint-Menoux, wo man traditionelle Tänze als Paartanz mit dynamischen Gruppentanzeinheiten lernen kann. Das war auf jeden Fall mal interessant, besonders, weil wir mit traditioneller Life-Musik begleitet wurden. Allerdings haben wir das Durchschnittsalter ziemlich gesenkt und uns etwas unterfordert gefühlt.

Außerdem habe ich mit dem Yoga auf La Mhotte angefangen, welches mit Räucherstäbchen und Kerzenlicht im Dachbodenkozertraum stattfindet, wo sehr entspannte Stimmung herrscht. Wenn man sich einen Platz unterm Fenster ergattern konnte, kann man dabei sogar die Sterne sehen. Das mache ich jetzt auf jeden Fall regelmäßig weiter 🙂

Auch der Chor im Foyer Michael hat angefangen. Zusammen mit vielen Étudients der antroposophischen Ausbildung, vielen Ökofreiwilligen und anderen Menschen aus den Dörfern haben wir wieder Luciens schöne französische Lieder gesungen. Er macht das wirklich professionell und mit seiner ruhigen, freundlichen Art macht das wirklich Spaß!

Und dann gab es noch ein Sportangebot am Foyer, bei dem spirituelle Gedichte vorgelesen und verschiedene gymnastische Übungen in Kombination mit gruppendynamischen eurythmischen Einheiten gemacht werden. Das war irgendwie nicht ganz so meins.

Letzte Woche am Soiree hat eine Sandkünsterlin im großen Bühnensaal eine Geschichte in Form von Sandbildern auf eine Leinwand projiziert. Dazu gab es auch wieder Life-Musik, was das ganze sehr mystisch gemacht hat, ich war jedenfalls beeindruckt 🙂

Am Wochenende haben Laura und ich ein Feuer gemacht, Gitarre gespielt und mit den anderen die Freiwilligen und den Wwoofer auf der Passiflore besucht, ein Bauernhof, der ungefähr eine halbe Sunde mit dem Auto entfernt liegt. Dort haben wir selbstgemachten Käse und Butter von Schaf, Ziege und Kuh probiert (ja auch ich hab ein gaaaaaaaanz bisschen probiert, obwohl ich das ja nicht vertrage und sonst aus ethischen Gründen nicht esse). Die Tiere werden dort jeden Tag einige Stunden mit der Hand gemolken und auf die wieder richtig saftigen Wiesen getrieben oder im Wald gehütet. Sie stellen da also immer eigene Sahne, Milch, Joghurt usw. selbst her, was ganz schön viel Arbeit zu sein scheint.

Was gibt es auf dem Hof Neues? Das Schwein wurde abgeholt um Ferkel zu gebären (Francis fehlt uns, vor allem weil es kein < Ach schmeis‘ ruhig weg, geht ja an Francis > mehr in der Küche geben kann, wenn es um angeschimmeltes Gemüse geht.) Auxh bei den Meerschweinchen haben wir gerade Nachwuchs:

Und ich hab Nina zum ersten Mal babygesittet, französische Geschichten vorgelesen und im Herbst gespielt, was erstaunlich gut funktioniert hat, sodass sie später sogar lieber bei mir bleiben, als mit ihrem Papa zu einem Treffen gehen wollte. Außerdem nähen wir gerade Puppen im Atelier, deren Gesichter nach antroposophischer Denkweise die Fantasie der Kinder anregen soll, da sie fast keinen Ausdruck besitzen.

In Arbeit…

Außerdem waren wir in der Point-Bar in Bourbon, die quasi die einzige hier ist und uns von den Vorfreiwilligen heiß empfohlen wurde. Man darf es nicht mit Hamburg vergleichen 😀 Es ist auch schön, wenn sich alle irgendwie kennen, wir haben sogar die alte Frau wiedergetroffen sich immer so freut wenn sie uns sieht. Sie ist immer am Start, wenn hier was passiert, wir kennen sie schon vom Festival, der Demo, dem Markt und dem Fest der Möglichkeiten. Und wenn es die Möglichkeit zum Tanzen gibt, tanzt sie alle unter den Tisch!

Der Dresscode stimmt

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