Einführungsseminar

Hallöchen! Ich bin jetzt seit genau 23 Tagen in Frankreich und seit 16 Tagen in meiner Einsatzstelle. Es ist wahnsinnig viel passiert und kommt mir trotzdem so vor, als wäre ich gerade erst angekommen, wie das eben immer so ist… Deswegen erstmal ein Teil in diesem Beitrag:
(Klickt übrigens auf die Links um mehr über die einzelnen Sachen zu erfahren)


Die ersten 7 Tage war ich im Foyer Michael auf dem Einführungsseminar mit den anderen Freiwilligen. Für uns war die ein komisches Zwischenstadium zwischen dem Zurücklassen des Lebens zu Hause und der absoluten Ungewissheit über das neue Leben in Frankreich und trotzdem schon verbunden mit seeeeeehr vielen neuen Eindrücken (die allerdings bis jetzt noch nicht abzunehmen scheinen).

Das Foyer ist ein anthroposophisches Ausbildungszentrum, in Waldorfpädagogik-Kreisen scheint es international sehr bekannt zu sein. Es ist ganz in der Nähe von La Caille, meiner Einsatzstelle, auch an einen Bauernhof angeschlossen, ebenfalls eine Einsatzstelle für eine deutsche Freiwillige und hat ein wunderschönes Gelände.

Essensplatz, Innenhof und Hauptgebäude

Das Seminar bestand aus Kennenlernen, Organisatorischem, deutsch-französische Tandem-Spracheinheiten mit den französischen Freiwilligen und vielen kleinen Workshops.

Wir haben zum Beispiel eine Führung über das Foyer Michael und so einen Einblick in den schon leicht spirituellen Umgang mit den Pflanzen, die Töpfer- und Mal-Ateliers und die biodynamische Demeterlandwirtschaft mit Hochlandrinderhaltung bekommen.

Bilder vom Foyer

Besonders hat mich die Küche fasziniert, weil das ganze Jahr über 80 % des Zubereiteten vom eigenen Hof stammen und Jérémie, der Koch uns für jede Gemüsesorte eine spezifische Schnitttechnik beigebracht hat (jedenfalls kam es mir so vor). Wir konnten jedenfalls von der Jahreszeit profitieren und haben abgespacete Quinoa-Zuccini-Kreationen ausgefallene Gewürze und Reispudding mit Thymiansirup genossen. Ich wünschte, ich hätte das sofort alles in mein Kochbuch übernommen und könnte mich genauer an die Zubereitung erinnern 😀

Die Teamer haben mit uns noch dazu Öko-Spülmittel-Klötze und Mappen selbst hergestellt und einen Zeichen- und Tanzworkshop angeboten. Über meine Kohlezeichnung war ich allerdings etwas frustriert ^^

Am Foyer gibt es außerdem noch einen professionellen Chor für die Étudients und wir hatten das Glück, dass der Chorleiter für uns einen Chorworkshop gegeben hat. Es war wirklich heftig mit wie viel Kraft er Singen konnte und was für bizarre Geräusche ein Mensch machen kann, um sich aufzuwärmen (sollte man lachen oder staunen?) Er kam auch gleich mit einem sehr anspruchsvollen Lied auf französisch, das wir dann mehrstimmig einstudiert haben. Ich muss sagen das mir das richtig Spaß gemacht hat und hoffe sehr in Zukunft auch dort mitsingen zu können!!

Gleichzeitig war ein Ehemaligentreffen mit fast allen Freiwilligen der letzten 10 Jahre von und auf La Mhotte. Außerdem sind noch die Vorfreiwilligen der anderen Einsatzstellen aus der Gegend dabei gewesen. Da La Mhotte, La Caille (meine Einsatzstelle) und das Foyer sehr nah beieinander sind, haben die Ehemaligen eine echt kreative Rallye für uns vorbereitet, die Gegend und Einsatzstellen hier ein bisschen zu erkunden.

Bilder von der Gegend

Aber vor Allem die Möglichkeit gehabt zu haben, uns mit den Freiwilligen über Anfangsschwierigkeiten, Freizeitmöglichkeiten und deren Erfahrungen zu unterhalten, fand ich super hilfreich. Am Soiree (der freitägliche Tanz- Musik und Tranquil-Abend auf La Mhotte, wo alle Leute aus der Gegend kommen, haben wir dann Ende der Woche richtig in unsere bevorstehende Zeit hineingefeiert.

Mega erschöpft und aufgeregt zugleich sind wir dann am Sonntag alle in unsere Einsatzstellen aufgebrochen…

Fortsetzung folgt!

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